Ich beschäftige mich mit den Themen Partnersuche.
Singlebörsen und klassische Partnervermittlung
Mit der Verbreitung der Singlebörsen im Internet führten zahlreiche Singlebörsen Persönlichkeitstests und Matching-Systeme ein. Singlebörsen mit Matching-Systemen sparen gegenüber der klassischen Partnervermittlung Personalkosten und Büromiete. Die klassische Partnervermittlung bietet den Partnersuchenden das individuelle Gespräch. Der Vermittler mit seiner Datei von Partnersuchenden und seinen Erfahrungen vermittelt passende Menschen untereinander. Im Gegensatz zu Singlebörsen besitzt die klassische Partnervermittlung keine Datei mit Millionen von Mitgliedern. Sie verfügt nur über eine sehr begrenzte Single-Anzahl. Der Partner oder die Partnerin wird nicht sofort gefunden, sondern der Vermittler versucht in einem Prozess den Wünschen und Bedürfnissen der Singles individuell gerecht zu werden. So führt er die Partnersuchenden zum ersehnten Glück zusammen. Auch wenn es klassische Partnervermittlungen noch gibt, so werden sie zunehmend durch das Internet mit seinen Singlebörsen und Kontaktanzeigen-Foren, Partnerbörsen und Partneragenturen verdrängt. Hauptgrund sind die für sie hohen Kosten. Die Kosten um ein Singlebörsen-Portal einschließlich der Software im Internet einzurichten, betragen dagegen nur wenige hundert Euro.
In der klassischen Partnervermittlung sucht der Vermittler aus einer begrenzten Anzahl von Singles die individuellen Singles aus, die offensichtlich zueinander passen. In den Singlebörsen im Internet hat der Single sofort einige tausend Partnervorschläge zur Auswahl. Trotz dieser Masse möchten partnersuchende Singles auf Individualität nicht verzichten. Das Matching-System kann der Individualität, Intimität und Anonymität der partnersuchenden Singles nur bedingt Rechnung tragen. Gestik, Mimik und Körpersprache lassen sich, wenn überhaupt, nur mittels Videoaufzeichnungen mit einbeziehen. Das System schlägt dem partnersuchenden Single einige hundert Partner beziehungsweise Partnerinnen vor. Bei einer Übereinstimmungsquote von meist über 80 Prozent werden Hoffnungen auf das Glück beim Single geweckt. Durch kostenlose Mitgliedschaften von Frauen treiben die meisten Singlebörsen ihre Mitgliederzahlen nach oben. Inaktive Accounts werden nach einer bestimmten Zeit kaum gelöscht. Selbst einmal in ernster Absicht eingestellte Profile verbleiben so als Karteileichen in den Dateien. Hinzu kommt, dass sich Singles gleichzeitig in mehreren Singlebörsen anmelden. Sie hoffen so ihre Erfolgschancen zu erhöhen.